Haltung

Haltung                                                                                                          Bei diesem Thema auf jede Unterart einzugehen würde den Rahmen dieser Seite sprengen und ist sicher in der Literatur nachzulesen. Deshalb gebe ich hier meine pers. Erfahrungen wieder. Vorab ist es wichtig ob es sich um ein einzelnes , oder um eine ganze Terrarienanlage handelt. Ein einzelnes Terrarium kann man dem natürlichen Lebensraum der Schlange entsprechend einrichten, wobei es bei einer ganzen Anlage gilt einen möglichst guten Kompromiss zwischen den Ansprüchen der Schlangen und leichter Kontrolle u. Hygiene zu finden.                                                                               Bei einigen professionellen  Züchtern, vor allem in den Staaten, sind die Schlangen in Regalen gestapelten, Zeitungspapier als Unterlage, mit Lebensmitteldosen als Unterschlupf, und einem Wassergefäss ausgestatteten Boxen untergebracht. Dies mag von Vorteil für eine auf grösstmögliche Stückzahl ausgerichtete Zucht zu sein, entspricht meiner Ansicht nach aber eher der Einrichtung eines Quarantäneterrarium. Was hat man dann überhaupt noch von seinen Schlangen? Meine Schlangen halte ich paar oder gruppenweise, Jungtiere, sowie Lampropeltis g. californiae einzeln. Das mag sich übervorsichtig anhören, ist meiner Erfahrung nach aber die beste Möglichkeit Verluste durch Kannibalismus zu vermeiden. Es kommt viel auf die Schlangen selbst an, aber ich hab schon schlechte Erfahrungen beim Versuch der Vergesellschaftung von L.t.annulata sowie L.t.campbelli  gemacht. Die Campbellis konnte ich noch trennen, bei den Annulatas kam ich leider zu spät. Hat man vor Tiere zu Vergesellschaften, sollte man sie vorher gut füttern und die erste Zeit beobachten. Stellt man irgendwelche Verhaltensänderungen fest sollte man den Versuch abbrechen und es später noch einmal probieren. Meine Terrarien haben, je nach Grösse der Art, die Maße 60x40x40 - 150x50x50. Als Bodengrund verwende ich steriles Streu. Die weitere Einrichtung besteht aus einem Kletterast, einem Stein für die Häutung, einer echten Pflanze, einem Wassergefäss aus Ton, sowie verschiedenen Unterschlupfmöglichkeiten in Form von umgedrehten Blumentöpfen und hohler Korkrinde. Alles übersichtlich eingerichtet. Das Streu hat den Vorteil, das Exkremente gut zu erkennen und leicht zu entfernen sind. Ausserdem graben die Tiere gerne, was bei diesem Untergrund, in entsprechender Höhe, gut möglich ist. Die Temperaturen liegen am Tag bei 28°, in der Nacht bei 24° und werden durch eine Bodenheizung mit Temperaturregler gewährleistet. Die Beleuchtung besteht aus 11W starken Energiesparlampen und ist in der Aktivitätszeit für 14h eingeschaltet. Die Terrarien werden einmal wöchentlich mit lauwarmen Wasser besprüht, was den Tieren gut zu gefallen scheint, denn sie verlassen meist unmittelbar nach dem besprühen ihren Unterschlupf und sind sehr aktiv. Jungschlangen halte ich, der Grösse entsprechend, in Aufzuchtboxen mit einem Unterschlupf, einem Wassergefäss und einem Stein als Häutungshilfe. Bei Jungtieren ist zu beachten, das sie gegenüber Temperaturschwankungen empfindlicher reagieren und deshalb besser bei konstanter Temperatur aufgezogen werden sollten.
 

Fütterung                                                                                                      In der Natur ernähren sich Lampropelten von Amphibien, Reptilien, Kleinsäugern, Vögeln und Eiern. Kommt natürlich auf die Art an. Vor allem Jungschlangen erkennen in den ersten Monaten häufig nur kleine Echsen als Nahrung an und müssen erst mit viel Mühe dazu gebracht werden nackte Mäuse als Nahrung anzunehmen. Doch dazu später. Bei der Fütterung sollten die Tiere auf jeden Fall getrennt werden. Sie werden erst nach einiger Zeit wieder zusammengeführt. Letzteres gilt vor allem dann wenn nur ein Exemplar aus dem Terrarium gefüttert wird, denn es nimmt den Geruch des Futters an. Futterfeste Tiere sind in der Ernährung unkompliziert. Sie werden im Abstand von 10 Tagen,  Jungtiere sowie Weibchen vor aber vor allem nach der Eiablage, 5 Tagen gefüttert. Angeboten werden der Grösse entsprechende Mäuse. Hierbei gilt, mehrere kleine Futtertiere sind besser als ein Grosses. Man sollte den Tieren soviel anbieten wie sie fressen, denn bis auf Ausnahmeexemplare neigen Lampropelten, anders als manche Riesenschlangen, nicht zu Überfettung.