|
Vermehrung Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermehrung, ist neben dem Vorhandensein beider Geschlechter, eine zwei, besser drei Monate dauernde Überwinterung bei Temperaturen von 8°-15° bei abgeschalteter Beleuchtung. Diese Zeit wird 2 Wochen nach der letzten Fütterung durch stufenweises herabsetzen der Temperatur sowie der Beleuchtung eingeleitet. Hier erweist sich ein Temperaturregler als sehr nützlich. Nach 2 Wochen werden dann Heizung und Beleuchtung abgeschaltet. Ob die Tiere dabei in ihren Terrarien verbleiben oder in extra Behälter gesetzt werden ist jedem selbst überlassen. Ich bevorzuge letzteres, da ich die Geschlechter schon während der Überwinterung trenne. Nach der Überwinterung wird in umgekehrter Reihenfolge verfahren. Jetzt muss vor allem den Weibchen genügend Futter angeboten werden. Nach ein paar Wochen werden sich die Schlangen häuten und können zusammengebracht werden. Meist erfolgt dann sofort die erste Paarung, der dann im lauf der nächsten Wochen noch mehrere folgen werden. Ca zwei Wochen vor der Eiablage häuten sich die Weibchen. Jetzt wird es Zeit die Männchen zu entfernen und eine mit feuchter Erde oder Vermiculit gefüllten Eiablagekiste in das Terrarium einzubringen. Sind die Eier abgelegt werden sie in den Inkubator überführt. Ich habe gute Erfahrungen mit der Aquarienmethode gemacht, werde mir aber aufgrund der geringen Platzausnutzung, einen Brutapparat bauen. Bei Temperaturen von 28° schlüpfen nach 50-70 Tagen die Jungschlangen. Der Inkubator sollte, egal welcher Art, ausbruchssicher sein. Mir ist so schon eine Jungschlange abhanden gekommen und erst nach Tagen durch Zufall wieder aufgetaucht. Mann sollte die Möglichkeiten der kleinen Geschöpfe, auch bei der späteren Unterbringung, nicht unterschätzen.
Aufzucht Nun folgt der wohl schwierigste Teil der Vermehrung. Denn wie schon erwähnt sind die jungen Schlangen einiger Arten schwierig zum Fressen zu bewegen, während andere nach der ersten Häutung sofort nackte Mäuse als Nahrung annehmen. Zuerst sollte sichergestellt sein das die Jungen warm und trocken und in nicht zu grossen Behältern gehalten werden. Mann versucht es zuerst mit einer lebenden, dann mit einer toten Maus. Sie werden am besten im Unterschlupf angeboten. Sie werden, sollte die Schlange nicht direkt fressen, übernacht darin belassen. Sollte dies nach einigen Versuchen fehlschlagen, versucht man es mit einer toten nackten Maus der der Kopf geöffnet wird. Hört sich schrecklich an, ist aber sehr wirkungsvoll. Manchmal hilft auch eine Temperaturerhöhung um einige C°. Auch sehr wirkungsvoll ist es, die Mäuse mit Echsenduft zu versehen. Dazu wird die Maus an der Echse gerieben und nimmt dadurch deren Geruch an. Weiterhin kann man die Tiere im Herbst einer ca. 6 wöchigen Überwinterung unterziehen, was bei vielen Jungtieren hilft. Sollten all diese Versuche fehlschlagen wird man an einer Zwangsernährung nicht vorbei kommen. Entweder mit einer nackten Babymaus ( so klein wie möglich ), mit Mäuseteilen oder der Pinkypump. Jeder Zwangsfütterung sollte ein Fütterungsversuch folgen. Nach einigen Zwangsfütterungen werden sich die Jungen zur selbstständigen Futteraufnahme entschliessen. Die weitere Aufzucht ist dann relativ einfach.
|
|